Das Porträt zeigt eine junge Frau mit einem auffälligen Hut und einem Pelzmuff, wie er im frühen 19. Jahrhundert zur Winterkleidung gehörte. Ihr Erscheinungsbild wirkt schlicht und zugleich elegant. Das um 1815 entstandene Aquarell wird James Stanier Clarke zugeschrieben, einem englischen Geistlichen und Bibliothekar des späteren Königs Georg IV. Die Zeichnung stammt aus seinem persönlichen Freundschaftsalbum und soll die Schriftstellerin Jane Austen darstellen. Clarke kannte Austen tatsächlich und stand mit ihr in Kontakt. Allerdings gibt es keinen sicheren Nachweis dafür, dass sie für dieses Porträt Modell saß. Ob es sich um ein authentisches Bildnis oder eine idealisierte Darstellung handelt, ist deshalb bis heute umstritten. Gerade diese ungeklärte Herkunft macht das Werk auch aus kunsthistorischer Sicht interessant.
Die Reproduktion ist auf Aquarellkarton Renoir gedruckt. Seine matte, fein strukturierte Oberfläche eignet sich besonders für die Wiedergabe der zarten Farbtöne und zeichnerischen Details des ursprünglichen Aquarells. Die weichen Übergänge bleiben sichtbar und der Druck bewahrt den zurückhaltenden Charakter der Vorlage. Das Album mit der Zeichnung wurde 2011 bei Christie's zur Versteigerung angeboten, fand jedoch keinen Käufer. Eine eindeutige Identifizierung der dargestellten Frau als Jane Austen steht weiterhin aus.